ALLIGATOR macht’s einfach

Im Januar packte ich meine Koffer und trat die Reise nach Enger an, einem kleinen Ort in der Nähe von Bielefeld. Wer sich nun fragt, warum es jemanden nach Enger verschlägt? Nun diese Frage ist leicht beantwortet: Die ALLIGATOR FARBWERKE, eine 100%-ige Tochter der DAW SE, haben ihren Firmensitz in Enger. Da es mir wichtig war während des Traineeprogramms eine Station außerhalb des Hauptsitzes der DAW zu machen und im Markenmanagement von ALLIGATOR gerne Unterstützung angenommen wurde, stand die Entscheidung schnell fest. Für meine letzte Trainee-Station sollte es ins Markenmanagement von ALLIGATOR gehen.

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Das Jubiläumsmotiv anlässlich des 60. Geburtstags von ALLIGATOR.

Auch wenn ALLIGATOR eine wesentlich kleinere Marke ist als bspw. Caparol, hat sie einiges zu bieten. Zunächst einmal sind hier die tollen Kollegen zu nennen! Das Arbeitsklima ist mehr als nur angenehm, ich habe mich innerhalb kürzester Zeit aufgenommen gefühlt und bin in einem wahrlich großartigen Team gelandet. Hinzu kamen spannende Themen: Während meines Einsatzes wurde die Facebook-Seite von ALLIGATOR gelauncht (besser spät als nie), ein neues Kreativprodukt (Art Caltino) wurde in den Markt eingeführt und die bedeutendste Branchenmesse, die FAF, fand in Köln statt.

Die Farbe, Ausbau & Fassade – kurz FAF – findet alle 3 Jahre statt und ist die wichtigste Branchenmesse in Europa. Dementsprechend konnte man schon in den Wochen vor der Messe die Anspannung und den Druck spüren. Ich koordinierte die Erstellung neuer Sortimentsbroschüren mit einer Agentur und entwickelte gemeinsam mit Kollegen ein kleines Heftchen, in dem alles Wichtige zum Messestand zusammengefasst war. Gleichzeitig stand ein Etikettenrelaunch an und die neue Facebook-Seite (schaut gerne mal vorbei: https://www.facebook.com/alligator.farbwerke/) musste natürlich auch zur FAF online sein.

Für mich war es eine spannende und intensive Zeit, die mit dem Messebesuch gekrönt wurde. Am Vortag der Messe ging es nach Köln: Das finale Messebriefing und die Besichtigung des Messestands standen auf der Agenda. Zum Ausklang des Tages fand abends ein gemeinsames Event mit allen DAW-Kollegen vor Ort statt.

FAF-Gruppenbild

Die aktuellen Trainees auf dem Caparol-Messestand

Die FAF selbst war für mich ein absolutes Highlight. Die Stände von ALLIGATOR und auch Caparol konnten sich wirklich sehen lassen, die Stimmung auf den Ständen war gut und die Messe sehr erfolgreich. Doch ebenso spannend war es, einen Überblick über den gesamten Markt zu erhalten. Gemeinsam mit den anderen Trainees nutzten wir den zweiten Messetag, um auch die Stände der Mitwettbewerber zu erkunden, uns über Marktneuheiten zu informieren und einen allgemeinen Einblick über den aktuellen Markt zu erhalten. Der krönende Abschluss des zweiten Messetages war die gemeinsame Standparty von ALLIGATOR und Caparol, auf der ALLIGATOR gemeinsam mit seinen Kunden den 60. Firmengeburtstag feierte.

Geburtstagskuchen-ALLIGATOR

Dieser Geburtstagskuchen wurde ALLIGATOR anlässlich seines 60. Geburtstags feierlich überreicht.

Wer sich gerne einen Eindruck von der FAF aus ALLIGATOR-Sicht machen möchte, schaut am besten hier vorbei: FAF-Messevideo

Abschließend lässt sich sagen, dass ALLIGATOR eine tolle Marke mit großartigen Mitarbeitern ist. Mir hat die Zeit hier sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die noch verbleibenden 2 Monate 🙂

– Beitrag von Amelie

Alpina Holzschutz – von der Idee bis ins Regal

Meine dritte Trainee-Station verbrachte ich bei Alpina im Produktmanagement für Lacke und Lasuren. Sie befanden sich gerade in einer besonders heißen Phase: Der Markteinführung des neuen Alpina Holzschutz-Sortiments, das Lasuren, Öle und Wetterschutzfarben für Hölzer im Außenbereich umfasst.
Ein spannendes Projekt, das schon durch so einige Trainees in der Vergangenheit unterstützt wurde. Denn man führt nicht mal ebenso ein neues Sortiment ein. Nein, das Projekt startete schon vor ca. 2 Jahren mit Markt-/ und Wettbewerbsanalysen, Produkttests des Wettbewerbs, Marktforschungen, ersten Konzeptvorschlägen, weiteren Marktforschungen usw. – jede Menge Schritte bevor das Produkt letztendlich in der Dose landet und so im Regal steht wie heute.

Als ich zum Team dazu stieß war auf den ersten Blick bereits alles erledigt: Die Produkte waren rezeptiert, Farbtöne ausgewählt, Dosen und der Regalaufbau designt – fehlte „nur“ noch der Roll-Out. Das war natürlich weit gefehlt, denn es waren noch jede Menge Feinheiten zu beachten: Zwar waren die Etiketten designt, aber die technischen Produkttexte mussten noch angepasst, die Endverbraucherbroschüre fertiggestellt, die Lieferanten für den Regalaufbau ausgewählt, der Vertrieb umfassend über das neue Sortiment informiert werden u.v.m.

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Das Alpina Holzschutz-Regal

Letzteres wurde zu meinem Projekt: Ich stellte einen Vertriebsinformations-Ordner mit umfangreichen Schulungsunterlagen zum Thema Alpina Holzschutz zusammen, erstellte einen Vertriebskoffer, der Musterdosen sowie echte Aufstrichmuster der Produkte auf Holz enthielt und arbeitete eine Schulungspräsentation aus. Diese wurde dann auf den Bezirksleitertagungen quer durch Deutschland gehalten – an einer davon durfte auch ich mit schulen.

                  Das Ergebnis Der Holzschutz Vertriebsinformationsordner und Koffer

Zusätzlich steuerte ich noch die Transporttests von drei verschiedenen Displaytypen, denn im Frühjahr sollten die Märkte mit Aktionsdisplays der Lacke & Lasuren-Sortimente (kleine Pappregale auf ¼ Palette wie man sie aus dem Supermarkt mit Schokolade o.ä. kennt) beliefert werden. Da die Displays voll bestückt in die Märkte geliefert werden, muss sichergestellt sein, dass die Pappkonstruktion während des Transports standhält. Die Kommunikation mit den Lieferanten, den Transport nach Ober-Ramstadt sowie den Transporttest zwischen den Werken der DAW zu koordinieren lagen in meiner Obhut. Basierend auf den Ergebnissen wurde schließlich das stabilste Design ausgewählt und weiterentwickelt.

                                                                   Displaytests

Nebenbei unterstützte ich im Tagesgeschäft und bei der Vorbereitung einer Messe, die ich auch besuchen durfte, bereitete die Präsentation des Holzschutz-Sortiments auf der Alpina Website vor und begleitete einen Tag lang einen Außendienstmitarbeiter in verschiedene Märkte. Durch die vielfältigen Aufgaben erkannte ich schnell was für eine wichtige Schnittstelle das Produktmanagement bildet und was für ein Koordinationstalent dafür gefragt ist. Man entwickelt jede Menge Ideen, prüft diese auf Umsetzbarkeit, löst Probleme und steht dabei im ständigen Austausch mit Forschung & Entwicklung, Logistik, Vertrieb, Einkauf, Lieferanten und Marketing Agenturen. Um hilfreiche Schulungsunterlagen zu entwickeln, habe ich mich intensiv in das neue Produktsortiment eingearbeitet und mir dabei jede Menge technisches Wissen über den Holzschutz angeeignet. Dies rechnet sich jetzt, denn ein paar Monate später wurde eine Stelle im Team frei. Eine tolle Chance für mich! – So konnte ich direkt im Anschluss an mein Traineeprogramm meine neue Stelle im Alpina Produktmanagement antreten.

 

– Beitrag von Iris

Bella Italia

Eine Traineestation im Ausland war für mich eines der Highlights des Trainee Programms der DAW. Stellte sich nur die Frage wohin, wobei hier schon nach nur kurzer Überlegung klar war: die DAW Italia in Vermezzo sollte es werden.

Werk Italien

Der Kontakt war dann auch sehr schnell hergestellt und ich kommunizierte ab dem Moment regelmäßig mit Italien, um alle Formalitäten zu klären. Die Assistentin der Geschäftsleitung war diesbezüglich eine sehr große Hilfe. Sie organisierte nicht nur die Unterkunft, sondern auch meine Ankunft in Italien.

Die Sprache ist natürlich sofort ein Thema gewesen. Da vor Ort nur wenig Englisch und Deutsch gesprochen wird, war die Überlegung, ob ich mich dort mit meinen Grundkenntnissen zurechtfinden würde nicht ganz unberechtigt. Während die DAW mich mit einem sehr guten Sprachkurs unterstützt hat, wurde fleißig in Eigenregie auf dem Sofa geübt.

Vor Ort stellte ich fest, dass ich noch auf eine zusätzliche Hilfe zählen konnte: die Kollegen in Italien. Deren Herzlichkeit und Freundlichkeit sind der Hauptgrund für meine Fortschritte in Italienisch und warum ich mich vor Ort so wohl gefühlt habe.

Die mir zugeteilten Aufgaben erwiesen sich ebenfalls als sehr spannend. Das Thema im Bereich „Einkauf“ ermöglichte es mir mit fast allen Abteilungen der DAW Italia in Kontakt zu treten und Einblicke in deren Tagesgeschäft und Prozesse zu bekommen.

So konnte ich hautnah eine sehr offene und kommunikative Arbeitsweise kennenlernen. Aufgrund der kleineren Standortgröße waren die Kommunikationswege zudem meist sehr direkt.

Diese Offenheit konnte ich auch außerhalb der Arbeit kennenlernen. Die italienische Kultur hautnah kennenzulernen war außerordentlich spannend und kalorienreich. Neben den fantastischen kleinen Restaurants und Kaffee mit herrlichem Gebäck, waren die Wochenendtrips in die Umgebung der perfekte Ausgleich zum Arbeitsalltag.

Mit Tipps und Hinweisen von den Arbeitskollegen, habe ich so große wie auch kleine Städte rund um Mailand kennengelernt und die Schönheit  Italiens bewundert. Die Klassiker wie Verona, Turin oder Venedig durften trotz der Entfernung natürlich auch nicht fehlen.

Ob nun im Rahmen meiner Aufgaben vor Ort, der alltäglichen geselligen Mittagspausen oder auch auf privater Ebene, war die Aufgeschlossenheit der Kollegen der Grund warum ich die DAW Italia sehr zu schätzen gelernt habe und jederzeit mit einem Lächeln wieder dort arbeiten würde.

 

– Beitrag von Lisa

Trainee-Station Tschechien: Dobrý den Praha!

Ins Ausland gehen – das war für mich ein zentraler Vorteil des International Management Trainee Programms der DAW. Ich hatte bereits internationale Erfahrungen gesammelt, aber noch nie die Möglichkeit in einer solchen Tiefe einzusteigen. Diese bekam ich in meiner dritten Station als ich für 5 Monate in der Cesky Caparol in Tschechien arbeitete. Tschechien ist Teil eines Clusters zusammen mit der Slowakei und Ungarn, dessen Zentrale in Prag sitzt. Dort ging es für mich in den spannenden Bereich des Marketing und Produktmanagements, geleitet von einem ehemaligen Trainee und nun Marketing Director des Clusters. Als Trainee-Kollegen kennt man sich, duzt sich auf Anhieb und tauscht gerne Erfahrungen aus – beste Voraussetzungen für einen guten Auslandsaufenthalt. Nicht nur mein Chef, auch meine Projektpartnerin war eine ehemalige Trainee, die ein Jahr vor mir angefangen hatte und im Anschluss an das Programm Assistenz des Regionalleiters für gesamt Osteuropa mit Sitz in Berlin wurde.

Standort

Caparol wird auch in Tschechien gestrichen.

Projekt

Unser gemeinsames Projekt zielte auf die Herausforderung ab, wie eine Qualitätsmarke wie Caparol in Ländern mit geringerer Kaufkraft platziert werden kann. Hierfür führten wir Produktportfolioanalysen in verschiedenen Produktbereich wie Innenfarben, Putze und Lasuren für alle drei Länder Tschechien, Slowakei und Ungarn durch. Dafür bekamen wir den Freiraum das Projekt nach unseren Ideen aufzusetzen und durchzuführen. Unterstütz wurden wir hierbei durch einen Lenkungskreis bestehend aus Top-Management – ein schöner Beweis dafür, dass unser Projekt für die Region von hoher Relevanz war.

Team

Produkttests mit dem Projektteam und Techniker-Kollegen aus Tschechien, Slowakei und Ungarn.

Arbeitsalltag

Die Zusammenarbeit im Cluster wurde mehrsprachig gelebt. In Prag konnte ein Teil der Belegschaft Deutsch aber kein English, ein weiterer Teil English aber kein Deutsch und einige nur die Landessprache. Hinzu kommen zwei weitere Cluster-Länder mit Sprachunterschieden. Kommunikation und Meetings waren daher von Übersetzung geprägt, was seine ganz eigenen Tücken mit sich brachte und für mich und meine jetzige Arbeitsweise sehr lehrreich war. Verglichen mit der Größe des Unternehmenssitzes in Ober-Ramstadt, war das Team am Standort Prag klein und ich selbst somit näher an allen Schnittstellen. Probleme wurden ohne lange Wege über der Bildschirmkante schnell gelöst.

Durch die länderübergreifende Projektarbeit reichte eine kurze Abstimmung in der Kaffeeküche jedoch nicht bei allen Fragen und entsprechend waren auch Dienstreisen nach Bratislava und Budapest zu den Kollegen vor Ort an der Tagesordnung. Eine besondere „Dienstreise“ war das jährlich stattfindende Volleyball-Turnier der Osteuropa-Region. 120 Kunden und Kollegen aus neun Ländern reisten an, um zwei Tage Volleyball zu spielen, abends miteinander zu feiern und die Gemeinschaft zu stärken. Für mich waren diese Tage eine fantastische Möglichkeit die Kollegen und Kunden anderer Länder kennenzulernen und mein Netzwerk auch für zukünftige Aufgaben zu erweitern.

Volleyballturnier

Team Lettland wärmt sich vor dem Halbfinale des Volleyball-Turniers auf.

Leben in Prag

Prag ist eine lebenswerte Stadt, die ich ins Herz geschlossen habe. Man kann den Touristenmassen in der Altstadt aus dem Weg gehen und trotzdem in der Innenstadt wohnen. Die wenigen Worte Tschechisch, die ich gelernt habe, habe ich vor Ort nicht dringend gebraucht. Im Vorfeld zu meinem Aufenthalt kümmerte ich mich selbstständig um meine Unterkunft, weil ich die Zeit gerne in einer WG verbringen wollte. Auf diese Wiese sowie durch Sport und Hobbies habe ich viele tolle Menschen kennengelernt. Neben der immensen Menge an Kneipen mit günstigem Bier, gibt es in Prag überraschenderweise auch eine sehr hohe Dichte an vegetarischen und veganen Restaurants. Das Stadtbild wird geprägt von wunderschönen, alten Gebäuden und vielen hügeligen Parks mit besten Sonnenuntergangsaussichten.

Sonnenuntergang

Blick auf die Altstadt vom Letna Park mit Sonnenuntergang hinter der Burg.

Ahoj!

Die Möglichkeit ins Ausland zu gehen ist ein großer Vorteil des Trainee-Programms. Man lernt viel über kulturelle Unterschiede, gegenseitiges Verständnis und gewinnt neue Perspektiven auf die Arbeit im Hauptsitz. Das Projekt vor Ort war eine tolle Herausforderung und ein großer Erfolg. Mit dieser Erfahrung und den vielen neuen, methodischen Kenntnissen in der Tasche bin ich für die nächsten Projekte und Schritte bestens vorbereitet. Und nebenbei habe ich ein spannendes Land und dessen Menschen kennen und schätzen gelernt. Unbezahlbar.

– Beitrag von Louise

Laipni lūdzam Latvijā!

Im Sommer 2018 habe ich für 4 Monate meine Auslandsstation in Riga absolviert. Ich konnte viele Eindrücke sammeln, habe viel erlebt und einiges gelernt. Grund genug um euch von meiner Reise zu berichten.

Mein Start in Riga

Zu Beginn eine kurze Frage: Was wissen wir denn eigentlich über Lettland? Ich für meinen Teil wusste nicht viel. Ja, es gehört zu Baltikum und es hat den Euro. Besonders die letzte Information ist sehr interessant, denn ich habe während meiner Zeit in Lettland mehrfach die Frage von Freunden gestellt bekommen: „Hat Lettland eigentlich schon den Euro?“ – Ja hat es ;). Riga ist die größte Stadt in Lettland und das gesamte Land kleiner als Bayern. Ansonsten liegt es zwischen vielen anderen Ländern, was mir in den kommenden Wochen und Monaten viel Freude bereiten wird. Doch dazu später mehr.

Mit etwas Verspätung landete ich am späten Freitagabend in Riga und wurde von meiner Chefin freundlich in Empfang genommen. Gemeinsam fuhren wir in meine neue Wohnung in Riga und verabredeten und für den kommenden Montag zur gemeinsamen Fahrt in die Firma.

Der Hauptsitz der lettischen Tochterfirma liegt nämlich nicht mehr in Riga, sondern in Salaspils. Salaspils (zu Deutsch: Kirchholm) ist eine 18 Kilometer südöstlich von Riga gelegene Stadt.

So hatte ich das Wochenende erst einmal Zeit um die Stadt etwas besser kennenzulernen. Ich zog am folgenden Samstag direkt los um Riga zu erkunden und habe festgestellt, mir gefällt die Stadt wirklich gut. Ein sehr gut ausgebautes Busnetz, alles fußläufig zu erreichen, eine tolle Architektur und die Geschäfte haben 7 Tage die Woche geöffnet. So konnte ich mir einen ersten Eindruck verschaffen und mich auf meinen ersten Arbeitstag vorbereiten.

Bild 4Pünktlich am Montagmorgen holte mich meine Chefin zu Hause ab und wir fuhren gemeinsam nach Salaspils. An meinem ersten Tag im neuen Standort bekam ich eine kleine Rundführung durch das Gebäude, durfte gemeinsam mit der Werksleitung die Produktionsstätte besichtigen und wurde direkt in mein neues Projekt eingewiesen. Damit ging es auch schon gleich los, denn rund eine Woche später stand ein wichtiges Meeting an, bei dem alle Vertreter aus dem Baltikum anwesend waren. Auch die Kollegen waren alle sehr nett und gleich lernte ich, multikulti ist die Tagesordnung. Während die einen Lettisch miteinander sprechen, nutzen andere Russisch oder Englisch. Deutsch gehört ebenso zu Tagesordnung, was für ein Mix aus Kulturen. Ich blieb während meiner 4 Monate in Lettland bei Deutsch und Englisch, denn immer wieder hörte ich – und stellte auch fest, dass Lettisch eine sehr schwierige Sprache ist, aber einzelne Wörter nahm ich zum Ende meiner Reise dann doch mit. Somit wurde auch der Ticketkauf für den Bus oder für den Zug immer zu einem kleinen Abenteuer denn Englisch ist zwar bei der jungen Generation durchaus gängig, aber leider nicht bei den älteren Generationen.

Ein untypischer baltischer Sommer

Während der folgenden Wochen und Monate lernte ich das Land, die Menschen und auch den Markt immer besser kennen. Es ist doch immer wieder erstaunlich welche Unterschiede es gibt und so konnte ich viel Neues für meinen Alltag in Deutschland mitnehmen. Zum Beispiel vertreiben wir in Deutschland Caparol beim Profihändler und Alpina im Baumarkt. In Lettland hingegen gibt es extra Caparol-Shops und im Baumarkt wird Alpina, direkt neben Caparol und anderen Marken vertrieben. Da habe ich erst einmal nicht schlecht gestaunt als ich einen der größten Kunden von der DAW im Baltikum kennenlernte.

Auch mein Projekt wuchs stetig und Bild 5entwickelt sich weiter. Die Kollegen lernte ich immer besser kennen und es kamen stetig Neue dazu. Man kann Lettland nicht nur für sich betrachten, sondern muss das gesamte Baltikum sehen. So kommt es auch, dass ich ein zweites Projekt anvertraut bekam bei welchem ich im regen Kontakt zu Kollegen aus Estland stand. Da blieb natürlich auch die eine oder andere Geschäftsreise nach Estland nicht aus. So besuchte ich während meiner Zeit des Öfteren Tallinn und war wirklich begeistert von der Stadt, dazu sind die Esten auch tolle Gastgeber.

Auch fand während meiner Zeit in Lettland die Feier zum 20-jährigen Jubiläum von Caparol im Baltikum statt. Auch hier spürte man wieder den tollen Zusammenhalt unter den Kollegen und die starke Gemeinschaft, mein Glück, dass ich dabei sein durfte.

Caparol Center MinskWeiter hatte ich die Möglichkeit in Minsk in Belarus das Caparol Center zu besuchen. Eine wirklich tolle Ausstellung in welcher der Kunde die einzelnen Produkte anhand großer Musterfläche betrachten und so die perfekte Lösung für sich auswählen kann. Eine wirklich tolle Idee! Auch so konnte ich wieder einiges für mein Projekt mitnehmen und nicht unerwähnt soll die wunderbare Gastfreundschaft der Kollegen vor Ort bleiben. Ich hatte wirklich ein Glück so viele tolle Menschen kennenzulernen und so viele verschiedene Eindrücke sammeln zu können.

Meine Projekte konnte ich leider Aufgrund der begrenzten Zeit vor Ort nicht abschließen, aber ich konnte eine wichtige Basis schaffen. Ich habe einiges im Bereich des Projektmanagements und von den Kollegen vor Ort gelernt. Ich bin gespannt wie sich die Projekte in den folgenden Monaten weiterentwickeln werden.

Bild 6Insgesamt konnte ich während meiner 4 Monate einige tolle Highlights verbuchen. Ich erlebte die Mittsommernacht, Lettland feierte sein 100-jähriges Jubiläum, es fanden sehr viele weitere tolle Veranstaltungen statt und der Papst war auch zu Besuch. Nicht zu vergessen, es war warm, unfassbar warm. Immer wieder hörte ich den Satz „Es ist wirklich ein ganz untypischer baltischer Sommer.“ Riga ist wirklich eine wunderschöne Stadt, die viel zu bieten hat. Die Architektur ist toll, besonders die vielen Jugendstilfassaden überall in der Stadt, die mir das Herz aufgehen ließen. Immer wenn ich durch die Straßen der Altstadt schlenderte, entdeckte ich etwas was ich noch nicht gesehen hatte. Also für den der noch nicht da war, Riga und auch die anderen Hauptstädte des Baltikums sind einen Besuch wert.

Mein Blick zurück

Meine 4 Monate in Lettland waren definitiv eine Erfahrung fürs Leben und sehr abwechslungsreich. Ich konnte viel über Lettland und die verschiedenen Nachbarländer, die Arbeit vor Ort wie auch über mich lernen. Ich wurde mit wichtigen Aufgaben betraut. Es hat mich gefreut, dass mir so viel Vertrauen entgegen gebracht wurde, wodurch ich an meinen Aufgaben wachsen konnte und dies auch sicherlich noch in Zukunft anwenden kann.

Privat hatte ich zudem vielen Möglichkeiten einige Länder zu erkunden. Ob nun Estland, Litauen, Russland oder auch Belarus, wenn man doch schon einmal in der Nähe wohnt, sollte man einen Blick wagen. Besonders Russland und Belarus haben mich positiv überrascht und kann ich nur jedem empfehlen.

Zusammenfassend war es einfach eine tolle Zeit, ob beruflich oder privat. Absolut empfehlenswert 🙂

Paldies!

– Beitrag von Jessica

DAW goes International

Am 1. Januar 2016 startete ich mein Trainee-Programm in der Abteilung Strategisches Marketing und wurde direkt voll eingespannt: Ende Februar – keine 2 Monate später – sollte das Internationale Management Meeting in München stattfinden. Zum ersten Mal in der Geschichte der DAW wurden 170 Leute aus 26 Ländern bei einer Veranstaltung vereint! Da muss im Vorfeld an jedes noch so kleine Detail gedacht werden, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

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Das Projektteam war bereits mitten in den Vorbereitungen, die Location ausgewählt und die Zimmer in vier verschiedenen Hotels gebucht (keine einfache Sache, da in derselben Woche die große Farbmesse in München stattfand). Nichtsdestotrotz war noch einiges zu tun, um eine „perfekte Veranstaltung“ auf die Beine zu stellen. Da das Management Meeting in München im Löwenbräukeller stattfand, sollte alles richtig „bayrisch“ sein. Also wurden noch Lebkuchenherzen als Gastgeschenke angefertigt, bayrisches Essen und eine Showtanzgruppe mit typisch bayrischer Musik organisiert. Passend zum Thema eröffneten CEO Dr. Ralf Murjahn sowie COO Michael Wendler in Lederhosen die Veranstaltung.

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Neben der Organisation des Rahmenprogramms bestand eine besondere Herausforderung in der inhaltlichen Planung der Veranstaltung. Ziel des Internationalen Management Meetings ist es, die Vertreter der unterschiedlichen Marken und Länder zu vereinen und gemeinsam über den aktuellen Stand sowie weitere strategische Entwicklungen zu informieren und sich auszutauschen. Dazu führten zwei ehemalige Management-Trainees durch die Veranstaltung, in der nicht nur die Geschäftsführer aus ihren Bereichen berichteten, sondern auch 20 Workshops sowie eine „Innovation Fair“ mit über 30 Ständen seitens der Abteilung Forschung&Entwicklung durchgeführt wurde.

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Letztendlich hat alles gut geklappt und es war toll zu sehen, wie eine Großveranstaltung auf die Beine gestellt wird und alle mit anpacken. Ich habe gelernt wie viel organisatorischer Aufwand dahinter steckt und freue mich, direkt zu Beginn meines Trainee-Programms einen so umfassenden Einblick in die Unternehmenskultur erhalten zu haben.

Maler-Grundkurs Dresden Teil 2

1Pinsel-Pracht mit Kreativ-Kaffee

Was hat eigentlich Kaffee mit Malen und Streichen zu tun? Richtig, er hilft uns dabei, auch bereits zu früher Stunde voller Elan und Konzentration Farbe an die Wand zu bringen. Auch richtig: er lässt sich super dazu verwenden, eine trendige Rost-Optik herzustellen. Wie das genau funktioniert und welche weiteren, überraschenden Ergebnisse sich mit DAW-Produkten und Kreativtechniken erzielen lassen, darum ging es im zweiten Teil unseres Malerbasiskurses.

Bevor wir uns allerdings kreativ austoben durften, wurde uns zunächst die DAW-Produktpallette in der Theorie näher gebracht. Von Fassaden – bis Innenwandfarben lernten wir, welche Produkte für welche Anwendungsbereiche geeignet sind und was bei deren Verarbeitung zu beachten ist. Gerade für die neueren Mitarbeiter und Trainees hat das sicher einiges Licht in das Dickicht des DAW-Produktjungels bringen können.

2Als Kontrastprogramm zu dem buchstäblich etwas trockeneren Thema der Pulverlackherstellung (siehe Teil 1), stand dieses Mal das Ausprobieren unserer Produkte in der Praxis im Mittelpunkt. Und so durfte dann auch jeder Seminarteilnehmer selbst Hand anlegen und dabei die unterschiedlichen Verarbeitungseigenschaften unserer Farben am eigenen Leibe erfahren – ganz getreu dem Caparol Motto „Qualität erleben“. Ich muss zugeben, ich war tatsächlich erstaunt, wie viel ergiebiger beispielsweise ein Premium-Produkt wie Indeko-Plus im Gegensatz zu einer Einstiegsqualität ist. Auch das Streichen mit der Rolle geht mit höherpreisigen Farben spürbar leichtgängiger von der Hand als mit preiswerteren Produkten.

Darüber hinaus wurden uns viele praktische Tipps mit auf den Weg gegeben, die uns das Arbeiten mit Farben in Zukunft sehr erleichtern werden. Ich spreche da insbesondere für die Fraktion der blutigen Anfänger, zu der ich auch mich zähle. Für uns stellte es im Praxisteil bereits ein Erfolgserlebnis dar, unter Einsatz höchster Konzentration eine halbwegs gerade Linie an die Wand zu bringen:3

Im Gegensatz dazu, hier die Arbeit von Paulina aus der Profi-Fraktion:4

Neben der Verarbeitung klassischer Produkte wie Innenwand- und Fassadenfarben, lernten wir auch, und da wurde es besonders spannend, eine Vielzahl von Kreativtechniken kennen. Besondere Highlights: Metallic-Looks in unterschiedlichsten Variationen, der „Maserboy“, ein pfiffiges kleines Werkzeug, mit dem sich auf Holzlasuren täuschend echte Holzmaserungen nachempfinden la5ssen und natürlich: die Rostoptik mit Kreativ-Kaffee. Um nämlich die für Rost typische Brösel-Haptik zu erzeugen streut man einfach etwas Kaffeepulver auf die vorher angerührte rot-braune Farbmixtur. Dieses handelsübliche Kaffeepulver ließe sich doch prima als „Caparol KreativKaffee“ vermarkten und im Bundle mit der Rostoptik-Farbe verkaufen, so der augenzwinkernde Vorschlag unserer Lehrgangsleiterin.

Nachdem wir also zunächst die jeweilige Technik erklärt bekamen, durfte jeder selbst aktiv werden und kreative Experimente wagen. Es war im Grunde wie früher im Kunstunterricht: während ich noch angestrengt überlegte mit welcher Schraffur-Technik ich denn jetzt die Metallic-Farbe auftragen sollte („Querstreifen, Längsstreifen, oder doch kleine Kreise?“), hatten die ersten bereits kleine Kunstwerke vollendet. Das machte aber nichts, denn im Gegensatz zu früher mussten wir nach 45 Minuten nicht in den Mathe-Unterricht, sondern hatten genug Zeit unsere Ideen umzusetzen und konnten so am Ende alle stolz auf das Vollbrachte sein.

Wie schon beim ersten Teil des Kurses, zog es uns nach getaner Arbeit auch dieses Mal wieder in die hippe Dresdner Neustadt, wo wir gemeinsam bei bestem Sommerwetter den Tag mit gutem Essen und kühlem Bier ausklingen ließen. Cheers! 6