Trainee-Station Tschechien: Dobrý den Praha!

Ins Ausland gehen – das war für mich ein zentraler Vorteil des International Management Trainee Programms der DAW. Ich hatte bereits internationale Erfahrungen gesammelt, aber noch nie die Möglichkeit in einer solchen Tiefe einzusteigen. Diese bekam ich in meiner dritten Station als ich für 5 Monate in der Cesky Caparol in Tschechien arbeitete. Tschechien ist Teil eines Clusters zusammen mit der Slowakei und Ungarn, dessen Zentrale in Prag sitzt. Dort ging es für mich in den spannenden Bereich des Marketing und Produktmanagements, geleitet von einem ehemaligen Trainee und nun Marketing Director des Clusters. Als Trainee-Kollegen kennt man sich, duzt sich auf Anhieb und tauscht gerne Erfahrungen aus – beste Voraussetzungen für einen guten Auslandsaufenthalt. Nicht nur mein Chef, auch meine Projektpartnerin war eine ehemalige Trainee, die ein Jahr vor mir angefangen hatte und im Anschluss an das Programm Assistenz des Regionalleiters für gesamt Osteuropa mit Sitz in Berlin wurde.

Standort

Caparol wird auch in Tschechien gestrichen.

Projekt

Unser gemeinsames Projekt zielte auf die Herausforderung ab, wie eine Qualitätsmarke wie Caparol in Ländern mit geringerer Kaufkraft platziert werden kann. Hierfür führten wir Produktportfolioanalysen in verschiedenen Produktbereich wie Innenfarben, Putze und Lasuren für alle drei Länder Tschechien, Slowakei und Ungarn durch. Dafür bekamen wir den Freiraum das Projekt nach unseren Ideen aufzusetzen und durchzuführen. Unterstütz wurden wir hierbei durch einen Lenkungskreis bestehend aus Top-Management – ein schöner Beweis dafür, dass unser Projekt für die Region von hoher Relevanz war.

Team

Produkttests mit dem Projektteam und Techniker-Kollegen aus Tschechien, Slowakei und Ungarn.

Arbeitsalltag

Die Zusammenarbeit im Cluster wurde mehrsprachig gelebt. In Prag konnte ein Teil der Belegschaft Deutsch aber kein English, ein weiterer Teil English aber kein Deutsch und einige nur die Landessprache. Hinzu kommen zwei weitere Cluster-Länder mit Sprachunterschieden. Kommunikation und Meetings waren daher von Übersetzung geprägt, was seine ganz eigenen Tücken mit sich brachte und für mich und meine jetzige Arbeitsweise sehr lehrreich war. Verglichen mit der Größe des Unternehmenssitzes in Ober-Ramstadt, war das Team am Standort Prag klein und ich selbst somit näher an allen Schnittstellen. Probleme wurden ohne lange Wege über der Bildschirmkante schnell gelöst.

Durch die länderübergreifende Projektarbeit reichte eine kurze Abstimmung in der Kaffeeküche jedoch nicht bei allen Fragen und entsprechend waren auch Dienstreisen nach Bratislava und Budapest zu den Kollegen vor Ort an der Tagesordnung. Eine besondere „Dienstreise“ war das jährlich stattfindende Volleyball-Turnier der Osteuropa-Region. 120 Kunden und Kollegen aus neun Ländern reisten an, um zwei Tage Volleyball zu spielen, abends miteinander zu feiern und die Gemeinschaft zu stärken. Für mich waren diese Tage eine fantastische Möglichkeit die Kollegen und Kunden anderer Länder kennenzulernen und mein Netzwerk auch für zukünftige Aufgaben zu erweitern.

Volleyballturnier

Team Lettland wärmt sich vor dem Halbfinale des Volleyball-Turniers auf.

Leben in Prag

Prag ist eine lebenswerte Stadt, die ich ins Herz geschlossen habe. Man kann den Touristenmassen in der Altstadt aus dem Weg gehen und trotzdem in der Innenstadt wohnen. Die wenigen Worte Tschechisch, die ich gelernt habe, habe ich vor Ort nicht dringend gebraucht. Im Vorfeld zu meinem Aufenthalt kümmerte ich mich selbstständig um meine Unterkunft, weil ich die Zeit gerne in einer WG verbringen wollte. Auf diese Wiese sowie durch Sport und Hobbies habe ich viele tolle Menschen kennengelernt. Neben der immensen Menge an Kneipen mit günstigem Bier, gibt es in Prag überraschenderweise auch eine sehr hohe Dichte an vegetarischen und veganen Restaurants. Das Stadtbild wird geprägt von wunderschönen, alten Gebäuden und vielen hügeligen Parks mit besten Sonnenuntergangsaussichten.

Sonnenuntergang

Blick auf die Altstadt vom Letna Park mit Sonnenuntergang hinter der Burg.

Ahoj!

Die Möglichkeit ins Ausland zu gehen ist ein großer Vorteil des Trainee-Programms. Man lernt viel über kulturelle Unterschiede, gegenseitiges Verständnis und gewinnt neue Perspektiven auf die Arbeit im Hauptsitz. Das Projekt vor Ort war eine tolle Herausforderung und ein großer Erfolg. Mit dieser Erfahrung und den vielen neuen, methodischen Kenntnissen in der Tasche bin ich für die nächsten Projekte und Schritte bestens vorbereitet. Und nebenbei habe ich ein spannendes Land und dessen Menschen kennen und schätzen gelernt. Unbezahlbar.

– Beitrag von Louise

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Work in England: Fassaden und Fussball

Von Deutschland in die UK! Vor gut einem Jahr habe ich bei der DAW SE als International-Management Trainee angefangen. Nach meinem Studium zum Wirtschaftsingenieur habe ich meine erste Station in der Zentrale in Ober-Ramstadt im Produktmanagement bei Caparol Fassadendämmtechnik absolviert. Über das International Business startete ich dann im Herbst 2013 meine Auslandsstation in Stone, Großbritannien, einer kleinen Stadt zwischen Birmingham und Manchester. Die Tochtergesellschaft vertreibt Caparol– und Alsecco-Produkte zur energetischen Sanierung der Fassade.

My daily work at alsecco UK: In England unterstütze ich das Produktmanagement und die Geschäftsführung vor Ort im Tagesgeschäft wie auch in strategischen Projekten. Dabei kann ich sowohl mein bereits aus Deutschland vorhandenes Wissen anwenden als auch spannende Einblicke in den Arbeitsalltag gewinnen. Mir wird die Möglichkeit gegeben sehr selbstständig zu arbeiten  bei einer Gleichzeitig hohen Eigenverantwortung. Dies ist fordernd und fördernd zugleich. Die außerordentlich netten und hilfsbereiten Kollegen in England erleichtern mir dabei die Einarbeitung in immer neue und spannende Themengebiete erheblich.

Trainee get-together. Mein Pate Lennart (Trainee-Alumni der ebenfalls eine Station in der UK verbrachte) sowie Traineekollege Samuel besuchten mich für ein Wochenende. Während einer Besichtigung des Standortes in der UK konnte Lennart die „alten“ Kollegen wiedersehen und es gab einen exklusiven EinBlick in unsere Tochtergesellschaft. Das Highlight am Wochenende war definitiv der Besuch eines Premier League Spiels. Mit einigen englischen Kollegen haben wir uns das Spiel Manchester City gegen meinen neuen „Heimatverein“ Stoke City angesehen. Leider lief das Spiel im Etihad-Stadium erfolgreicher für ManCity:( Der Spaß kam trotzdem nicht zu kurz und neben traditionellem englischem Bier durften natürlich auch Fish & Chips nicht fehlen.

Text von Philipp, publiziert im März 2014 in der Abteilung International Business  Fassaden- und Dämmtechnik, Standort Stone, Großbritannien