Welcome to the Middle East

Caparol_factory_-_UAEIm Juni 2015 trat ich meine Reise in die Golf-Region an und habe in den sechs Monaten in Dubai und den Emiraten zahlreiche Erfahrungen und Eindrücke gesammelt. Grund genug, diese niederzuschreiben und für die Nachwelt festzuhalten.

Der erste Arbeitstag

20150702_185158Aus dem Flieger ins Taxi, ab ins Hotel und nach einer kurzen Ruhepause weiter ins Büro. Mit „Büro“ ist unsere hochmoderne, im Jahre 2012 errichtete Produktion mit Verwaltungsgebäude in einem der Gewerbegebiete Dubais gemeint. Nach den ersten Bekanntmachungen wurden mir auch meine Arbeitsutensilien überreicht und ich konnte loslegen. Die größte Herausforderung zu Beginn war sicherlich das Einprägen der vielen exotisch klingenden Namen meiner Kollegen. Diese kommen zu einem Großteil aus Indien und den Philippinen, gerade im Vertriebsbereich arbeiten aber auch einige Araber.

Die Kollegen waren alle sehr nett und hilfsbereit, fragten neugierig, wie die Dinge in Deutschland gehandhabt werden und waren immer offen für Anregungen und Veränderungen. Ich wurde sehr herzlich empfangen und unternahm während meines Aufenthalts auch die ein oder andere gemeinsame Freizeitaktivität mit meinen „co-workers“. Grundsätzlich lässt es sich gut in Dubai arbeiten. Die Strukturen und Prozesse sind natürlich anders als in Deutschland, das ist manchmal aber auch gar nicht so schlecht.

Multi-Kulti als Gesellschaftsform

D20150623_111044ubai und die Emirate sind ein bunter Mix aus den unterschiedlichsten Nationalitäten und Kulturen. Angefangen von Indien, Pakistan, Bangladesch, den Philippinen und Sri Lanka, über England, Südafrika, Deutschland und den USA bis hin zu den arabischen Ländern des Persischen Golfs ist nahezu jeder Kontinent vertreten. Dies sorgt für eine ausgesprochene Vielfalt an Speisen und Getränken, Klamotten, Schmuck und Sportarten. Es ist herrlich, wenn man einmal keine Lust auf Humus und Tabuleh (obwohl sehr lecker) hat und stattdessen zwischen einem gut gewürzten libanesischen Fleischgericht, einem indischen Curry oder einer äthiopischen Gemüseplatte auswählen kann. Neben den kulinarischen Vorzügen lernt man in Dubai natürlich auch sehr viel über die vertretenen Länder und Sprachen. Zugegebenermaßen ist es nicht leicht, diese Vielzahl an Informationen zu verinnerlichen. Nach und nach entwickelt man jedoch ein Verständnis für die Besonderheiten einer Kultur bzw. eines Sprachraums und lernt, diese in der Kommunikation und im Verhalten zu berücksichtigen.

Der Dubaier Alltag: Rasen, rempeln und richtig protzen

WP_20150924_13_24_11_ProWer etwas auf sich hält in Dubai, der fährt einen benzindurstigen, möglichst lauten Geländewagen, trägt teuren Schmuck und edle Parfums und gönnt sich am Wochenende einen exquisiten Champagner-Brunch in einer der angesagten Locations. Status ist Alles in den Emiraten. Ein Erklärungsversuch ist sicherlich der schnell entstandene Reichtum nach den Ölfunden in den späten 60er-Jahren, mittlerweile leisten sich aber auch die gutverdienenden „Expats“ ein luxuriöses Leben im Wüstenstaat.

Wer in Dubai zum ersten Mal Auto fährt sollte ein paar Dinge im Vorfeld wissen. So ist es z.B. gang und gäbe, rechts zu überholen und die Lichthupe zu verwenden, wenn der Vordermann nicht sofort Platz macht. Spätestens im fünfspurigen Kreisverkehr tut man auch gut daran, die Blinker frühzeitig zu verwenden und mehrfach den Rückspiegel zu WP_20150925_17_56_55_Prochecken, bevor man wieder herausfährt. In einem solchen Kreisverkehr hätte ich beinahe einen Unfall gehabt, und vermutlich aus diesem Grund habe ich damals auch einen Strafzettel bekommen. Grund: „Not maintaining proper lane discipline“. Dass das bei der hiesigen Verkehrsmentalität genau mir passiert, hat mich schon etwas verwundert, aber Widerspruch ist meistens zwecklos und unter Umständen nur noch mit mehr Kosten verbunden. Steuern gibt es in Dubai offiziell nicht. Dafür holt sich Vater Staat eine Art Kompensation mit wahnwitzigen Strafen für Falschparken, zu schnell Fahren und sonstige verkehrsbezogene Delikte. Natürlich bekommt man das auch bei den Preisen für alkoholische Getränke zu spüren, sofern man nicht gerade zur Happy Hour oder im Flatrate-Tarif unterwegs ist.

Retrospektive

WP_20150926_09_28_21_ProDie sechs Monate in den Vereinigten Arabischen Emiraten waren zweifelsohne überaus eindrucksvoll und vielseitig. Ich blicke zurück auf eine spannende Zeit, in der ich viel über verschiedene Kulturen und Länder gelernt habe. Sowohl beruflich als auch privat reiste ich in die benachbarten Emirate Abu Dhabi, Sharja und Fujaira, den Oman, den Irak und nach Sri Lanka. Letzteres kann ich jedem empfehlen, der etwas weiter weg möchte und ein atemberaubend schönes Land mit einer sehr abwechslungsreichen Flora und Fauna entdecken möchte.WP_20150925_10_18_00_Pro

Auch für meine jetzige Tätigkeit bei Caparol konnte ich einiges lernen und wurde mit vielen verantwortungsvollen Aufgaben betraut. Gerne denke ich zurück an diese schöne Zeit und die lieben Kollegen, wenn ich den Burj Khalifa auf meinem Schreibtisch betrachte.

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Välkommen @ DAW

Time flies!

For more than one year, since spring 2014 when I signed the contract to become an international management trainee at DAW Nordic, have I been looking forward to my half a year in Germany. Suddenly, with a lot of new experiences was it time to go back to Sweden. By that was it also time to reflect upon the period abroad.

blog1For me, the most important part of the time in Germany is the meetings with all the new colleagues, products and brands that I have got to know. I spent my first three months in Ober-Ramstadt at Alpina Marketing. Alpina as a brand is currently not available in Sweden so the contrast to Germany where Alpina has 95% brand awareness is big. Furthermore, coming from a country where we own part of our distribution network ourselves via 19 own Caparol shops and where focus is on SSO’s, small scale outlets, it has been very interesting to learn more about the LSOs, large scale outlets, and how the Do-It-Yourself market works. I hope to one day be part of the group that introduces the brand Alpina to Sweden and if/when that day comes I think that the three months at Alpina Marketing will be useful. I think the benefit of an international trainee program like this is to build connections within DAW and get valuable insights outside the home country.

blog3After my stay at Alpina, I changed to Business Development where they every day build connections between the headquarter and the local subsidiaries. One part of that work is the new Market- and Competitor Database that I got the opportunity to work with. The Database will enable the gathering of valuable information at the same place and facilitate knowledge sharing between countries and be an important analysis tool for all DAW countries.

blog2Finally, another aspect of working in Ober-Ramstadt for half a year as an international trainee is that you are part of a group with other current and former trainees that are or have been in the same position. That became especially clear during events such as the „Young Forum“ or the regular trainee forums where there is an opportunity to exchange experiences, knowledge and learn about projects that are going on in different parts of the company. Being part of a trainee community provides you with opportunities and information that would not have been available otherwise. What it also gives you is a lot of new friends!

Text published by Sara, November 2015

„Bunt ist unsere Lieblingsfarbe”

Die Colour Tour der DAW

Unter dem Motto „Bunt ist unsere Lieblingsfarbe”  führte die DAW im Jahr 2014 deutschlandweit ColourDays durch, bei denen soziale Einrichtungen mit Farbe gesponsert wurden. Das Besondere daran: Die DAW stellte nicht nur über 1000 Liter Farbe, sondern die Mitarbeiter selbst griffen zu Pinsel und Rolle. Dazu wurden Projekte ausgewählt, die den DAW-Mitarbeitern vor Ort besonders am Herzen liegen.

Ziemlich am Anfang meines Traineeprogramms durfte ich die Projektleitung des Color Days im Raum Ober-Ramstadt übernehmen, und zwar mit allem „Drum und Dran“ – von der Planung bis hin zur Umsetzung. Einfach genial. Dass es hier nicht nur etwas zum Thema Projektmanagement und –leitung zu lernen gab, sondern auch anderen Menschen echte Freude bereitet wurde, hat mich umso mehr begeistert.

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Voller Euphorie startete ich durch. Die Auswahl der sozialen Einrichtung war schnell getroffen. Wir wollten die Werkstätten für Menschen mit Behinderung der Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) unterstützen. Der Grund: bei einer Besichtigung der Werkstätten stellten wir fest, dass es dort echten Bedarf für einen neuen Anstrich gab. Somit wurden die viel frequentierten und dementsprechend abgenutzten Flurwände und Türen der Werkstatt zu unserem Projekt.

Nun war der Weg für die eigentliche Projektarbeit frei. Intern mussten Material -, Personal- und Zeitbedarf geplant und Kosten kalkuliert und abgestimmt werden. Freigaben mussten eingeholt, Maßnahmen definiert und Aufträge erteilt werden. Nicht zuletzt stand die Bestellung, Produktion und Lieferung des benötigten Materials an.

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All das war mit einer Vielzahl von Schnittstellen zu anderen Abteilungen verbunden, was ich besonders spannend fand. Die Produktion, das Controlling, das FarbDesignStudio, das Caparol Marketing, das AuftragServiceCenter – all diese Abteilungen waren involviert und mussten im Prozess mitgenommen werden.

Extern wurde mit dem Geschäftsführer der Werkstätten die Gestaltungsabstimmung vorgenommen. Das DAW FarbDesignStudio kreierte einen Farb- und Materialentwurf, der zum einen den dortigen hohen Belastungen gerecht werden sollte, vor allem aber den relativ steril wirkenden Bereich der Werkstatt freundlich und einladender gestalten sollte. Und das gelang!

Ohne helfende Hände wäre allerdings keine Farbe an die Wand gekommen. Somit standen als weitere Aufgaben die Terminfindung und das Zusammenstellen eines freiwilligen Helferteams aus Kollegen an. Ein Aufruf über unser Intranet brachte schnell 11 Kollegen, die alle einen Samstag für diese tolle Sache hergeben wollten. Das schöne hierbei: die Helfer arbeiten in verschiedenen Abteilungen und Unternehmensbereichen und waren daher bunt gemischt. Infolgedessen traf man auf Kollegen, mit denen sich die Wege ansonsten nicht unbedingt gekreuzt hätten.

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Nach Sicherheitsbelehrung und Arbeitsanweisung schafften wir es gemeinsam mit Eltern und Mitarbeitern der Werkstätten, den Designentwurf an einem Tag in die Tat umzusetzen.  Der Zusammenhalt, die Stimmung, das Ergebnis – alles war perfekt. Und neben vielen wertvollen Erfahrungen und Lerneffekten in Sachen Projektmanagement und DAW Produkten, habe ich eine tolle Zeit mit super Kollegen verbracht. So schön kann Arbeiten sein!

Text von Johanna, publiziert im Juli 2015