Maler-Grundkurs Dresden Teil 1: Good Lack!

Los geht’s!

Ende Mai war es soweit: Die aktuelle Traineemannschaft sowie weitere junge Mitarbeiter der DAW-Standorte Ober-Ramstadt und Gerstungen machten sich auf den Weg gen Osten zum ersten Teil des Maler-Grundkurses, welcher sich dem Thema Lacke und Grundierungen widmete. Schauplatz war die wunderschöne Stadt Dresden, die den perfekten Rahmen für diese Veranstaltung bilden sollte.

Ausrichter der aus drei Terminen bestehenden Kursreihe ist die Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe (SGB), welche auch die Auszubildenden der ostdeutschen Standorte der DAW betreut. Praktischerweise verfügt die SGB nicht nur über einen relativ großen Campus in Innenstadtnähe, sondern auch über ein angeschlossenes Wohnheim, in dem wir nächtigen durften, sowie über eine Kantine, welche gut für unser leibliches Wohl sorgte.

dresden1Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der SGB Herrn Hübel stand der erste Seminartag dann ganz im Zeichen der theoretischen Grundlagen. Seminarleiter Herr Liebthal erklärte uns alles über Aufgaben, Rezepturbestandteile und Herstellungstechnologien der unterschiedlichen Lackarten, angereichert mit vielen Anekdoten aus seinem persönlichen Berufsleben. Zum Abschluss des ersten Kurstages durften wir noch das Technikum der SGB besichtigen und dort die verschiedenen Gerätschaften und Maschinen bestaunen.

Noch bevor uns der Kopf von der geballten Informationsflut zu explodieren drohte, nutzten wir den gemeinsamen Abend um uns ein wenig in dem Dresdener Szeneviertel „Äußere Neustadt“ umzusehen. Dieser Stadtteil ist mit seiner Vielzahl an Restaurants und Bars der ideale Ort, um einen langen Lerntag ausklingen zu lassen. Der Abend war natürlich auch eine willkommene Gelegenheit, die Kollegen der jeweils anderen Standorte näher kennenzulernen und mit ihnen intensiver ins Gespräch zu kommen. Zwar merkte man den Cocktails für 3,50€ durchaus ihren günstigen Preis an, aber trotzdem genossen alle Beteiligten sichtbar das gemeinsamen Tagesende.

dresden2Frisch erholt ging es dann am zweiten Tag zunächst mit mehr Theorie weiter. Im Fokus standen nun die Prüfmethoden sowie die Applikations- und Trocknungstechniken. Das Highlight des Seminars war aber eindeutig der Praxisteil am Nachmittag. Dafür schmissen wir uns in modische Schutzanzüge, um noch tiefer in die Materie einzusteigen.

Zunächst demonstrierte uns Herr Liebthal die Herstellung eines Pulverlackes von Anfang bis Ende. Anschließend durften wir dann endlich selbst Hand anlegen, um einen Teil des Erlernten in die Tat umzusetzen. Besonders interessant an diesem Programmpunkt war, dass die Auszubildenden des DAW-Standortes Köthen die Leitung übernahmen. So durften die Azubis ihre gewohnte Rolle wechseln und den „Großen“ beibringen, wie man dresden3beispielsweise den Glanzgrad einer lackierten Fläche bestimmt oder wie man die Elastizität einer Lackbeschichtung misst. Zum Abschluss konnte jeder Teilnehmer die Spritzpistole direkt selbst übernehmen und eine Metallfläche mit Hilfe der elektrostatischen Technik selbst lackieren.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass der erste Teil des Maler-Grundkurses für alle Involvierten eine interessante und sinnvolle Veranstaltung war und sich daher alle Teilnehmer bereits auf die weiteren Termine in Dresden freuen.

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Welcome to the Middle East

Caparol_factory_-_UAEIm Juni 2015 trat ich meine Reise in die Golf-Region an und habe in den sechs Monaten in Dubai und den Emiraten zahlreiche Erfahrungen und Eindrücke gesammelt. Grund genug, diese niederzuschreiben und für die Nachwelt festzuhalten.

Der erste Arbeitstag

20150702_185158Aus dem Flieger ins Taxi, ab ins Hotel und nach einer kurzen Ruhepause weiter ins Büro. Mit „Büro“ ist unsere hochmoderne, im Jahre 2012 errichtete Produktion mit Verwaltungsgebäude in einem der Gewerbegebiete Dubais gemeint. Nach den ersten Bekanntmachungen wurden mir auch meine Arbeitsutensilien überreicht und ich konnte loslegen. Die größte Herausforderung zu Beginn war sicherlich das Einprägen der vielen exotisch klingenden Namen meiner Kollegen. Diese kommen zu einem Großteil aus Indien und den Philippinen, gerade im Vertriebsbereich arbeiten aber auch einige Araber.

Die Kollegen waren alle sehr nett und hilfsbereit, fragten neugierig, wie die Dinge in Deutschland gehandhabt werden und waren immer offen für Anregungen und Veränderungen. Ich wurde sehr herzlich empfangen und unternahm während meines Aufenthalts auch die ein oder andere gemeinsame Freizeitaktivität mit meinen „co-workers“. Grundsätzlich lässt es sich gut in Dubai arbeiten. Die Strukturen und Prozesse sind natürlich anders als in Deutschland, das ist manchmal aber auch gar nicht so schlecht.

Multi-Kulti als Gesellschaftsform

D20150623_111044ubai und die Emirate sind ein bunter Mix aus den unterschiedlichsten Nationalitäten und Kulturen. Angefangen von Indien, Pakistan, Bangladesch, den Philippinen und Sri Lanka, über England, Südafrika, Deutschland und den USA bis hin zu den arabischen Ländern des Persischen Golfs ist nahezu jeder Kontinent vertreten. Dies sorgt für eine ausgesprochene Vielfalt an Speisen und Getränken, Klamotten, Schmuck und Sportarten. Es ist herrlich, wenn man einmal keine Lust auf Humus und Tabuleh (obwohl sehr lecker) hat und stattdessen zwischen einem gut gewürzten libanesischen Fleischgericht, einem indischen Curry oder einer äthiopischen Gemüseplatte auswählen kann. Neben den kulinarischen Vorzügen lernt man in Dubai natürlich auch sehr viel über die vertretenen Länder und Sprachen. Zugegebenermaßen ist es nicht leicht, diese Vielzahl an Informationen zu verinnerlichen. Nach und nach entwickelt man jedoch ein Verständnis für die Besonderheiten einer Kultur bzw. eines Sprachraums und lernt, diese in der Kommunikation und im Verhalten zu berücksichtigen.

Der Dubaier Alltag: Rasen, rempeln und richtig protzen

WP_20150924_13_24_11_ProWer etwas auf sich hält in Dubai, der fährt einen benzindurstigen, möglichst lauten Geländewagen, trägt teuren Schmuck und edle Parfums und gönnt sich am Wochenende einen exquisiten Champagner-Brunch in einer der angesagten Locations. Status ist Alles in den Emiraten. Ein Erklärungsversuch ist sicherlich der schnell entstandene Reichtum nach den Ölfunden in den späten 60er-Jahren, mittlerweile leisten sich aber auch die gutverdienenden „Expats“ ein luxuriöses Leben im Wüstenstaat.

Wer in Dubai zum ersten Mal Auto fährt sollte ein paar Dinge im Vorfeld wissen. So ist es z.B. gang und gäbe, rechts zu überholen und die Lichthupe zu verwenden, wenn der Vordermann nicht sofort Platz macht. Spätestens im fünfspurigen Kreisverkehr tut man auch gut daran, die Blinker frühzeitig zu verwenden und mehrfach den Rückspiegel zu WP_20150925_17_56_55_Prochecken, bevor man wieder herausfährt. In einem solchen Kreisverkehr hätte ich beinahe einen Unfall gehabt, und vermutlich aus diesem Grund habe ich damals auch einen Strafzettel bekommen. Grund: „Not maintaining proper lane discipline“. Dass das bei der hiesigen Verkehrsmentalität genau mir passiert, hat mich schon etwas verwundert, aber Widerspruch ist meistens zwecklos und unter Umständen nur noch mit mehr Kosten verbunden. Steuern gibt es in Dubai offiziell nicht. Dafür holt sich Vater Staat eine Art Kompensation mit wahnwitzigen Strafen für Falschparken, zu schnell Fahren und sonstige verkehrsbezogene Delikte. Natürlich bekommt man das auch bei den Preisen für alkoholische Getränke zu spüren, sofern man nicht gerade zur Happy Hour oder im Flatrate-Tarif unterwegs ist.

Retrospektive

WP_20150926_09_28_21_ProDie sechs Monate in den Vereinigten Arabischen Emiraten waren zweifelsohne überaus eindrucksvoll und vielseitig. Ich blicke zurück auf eine spannende Zeit, in der ich viel über verschiedene Kulturen und Länder gelernt habe. Sowohl beruflich als auch privat reiste ich in die benachbarten Emirate Abu Dhabi, Sharja und Fujaira, den Oman, den Irak und nach Sri Lanka. Letzteres kann ich jedem empfehlen, der etwas weiter weg möchte und ein atemberaubend schönes Land mit einer sehr abwechslungsreichen Flora und Fauna entdecken möchte.WP_20150925_10_18_00_Pro

Auch für meine jetzige Tätigkeit bei Caparol konnte ich einiges lernen und wurde mit vielen verantwortungsvollen Aufgaben betraut. Gerne denke ich zurück an diese schöne Zeit und die lieben Kollegen, wenn ich den Burj Khalifa auf meinem Schreibtisch betrachte.

Välkommen @ DAW

Time flies!

For more than one year, since spring 2014 when I signed the contract to become an international management trainee at DAW Nordic, have I been looking forward to my half a year in Germany. Suddenly, with a lot of new experiences was it time to go back to Sweden. By that was it also time to reflect upon the period abroad.

blog1For me, the most important part of the time in Germany is the meetings with all the new colleagues, products and brands that I have got to know. I spent my first three months in Ober-Ramstadt at Alpina Marketing. Alpina as a brand is currently not available in Sweden so the contrast to Germany where Alpina has 95% brand awareness is big. Furthermore, coming from a country where we own part of our distribution network ourselves via 19 own Caparol shops and where focus is on SSO’s, small scale outlets, it has been very interesting to learn more about the LSOs, large scale outlets, and how the Do-It-Yourself market works. I hope to one day be part of the group that introduces the brand Alpina to Sweden and if/when that day comes I think that the three months at Alpina Marketing will be useful. I think the benefit of an international trainee program like this is to build connections within DAW and get valuable insights outside the home country.

blog3After my stay at Alpina, I changed to Business Development where they every day build connections between the headquarter and the local subsidiaries. One part of that work is the new Market- and Competitor Database that I got the opportunity to work with. The Database will enable the gathering of valuable information at the same place and facilitate knowledge sharing between countries and be an important analysis tool for all DAW countries.

blog2Finally, another aspect of working in Ober-Ramstadt for half a year as an international trainee is that you are part of a group with other current and former trainees that are or have been in the same position. That became especially clear during events such as the „Young Forum“ or the regular trainee forums where there is an opportunity to exchange experiences, knowledge and learn about projects that are going on in different parts of the company. Being part of a trainee community provides you with opportunities and information that would not have been available otherwise. What it also gives you is a lot of new friends!

Text published by Sara, November 2015

„Bunt ist unsere Lieblingsfarbe”

Die Colour Tour der DAW

Unter dem Motto „Bunt ist unsere Lieblingsfarbe”  führte die DAW im Jahr 2014 deutschlandweit ColourDays durch, bei denen soziale Einrichtungen mit Farbe gesponsert wurden. Das Besondere daran: Die DAW stellte nicht nur über 1000 Liter Farbe, sondern die Mitarbeiter selbst griffen zu Pinsel und Rolle. Dazu wurden Projekte ausgewählt, die den DAW-Mitarbeitern vor Ort besonders am Herzen liegen.

Ziemlich am Anfang meines Traineeprogramms durfte ich die Projektleitung des Color Days im Raum Ober-Ramstadt übernehmen, und zwar mit allem „Drum und Dran“ – von der Planung bis hin zur Umsetzung. Einfach genial. Dass es hier nicht nur etwas zum Thema Projektmanagement und –leitung zu lernen gab, sondern auch anderen Menschen echte Freude bereitet wurde, hat mich umso mehr begeistert.

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Voller Euphorie startete ich durch. Die Auswahl der sozialen Einrichtung war schnell getroffen. Wir wollten die Werkstätten für Menschen mit Behinderung der Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) unterstützen. Der Grund: bei einer Besichtigung der Werkstätten stellten wir fest, dass es dort echten Bedarf für einen neuen Anstrich gab. Somit wurden die viel frequentierten und dementsprechend abgenutzten Flurwände und Türen der Werkstatt zu unserem Projekt.

Nun war der Weg für die eigentliche Projektarbeit frei. Intern mussten Material -, Personal- und Zeitbedarf geplant und Kosten kalkuliert und abgestimmt werden. Freigaben mussten eingeholt, Maßnahmen definiert und Aufträge erteilt werden. Nicht zuletzt stand die Bestellung, Produktion und Lieferung des benötigten Materials an.

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All das war mit einer Vielzahl von Schnittstellen zu anderen Abteilungen verbunden, was ich besonders spannend fand. Die Produktion, das Controlling, das FarbDesignStudio, das Caparol Marketing, das AuftragServiceCenter – all diese Abteilungen waren involviert und mussten im Prozess mitgenommen werden.

Extern wurde mit dem Geschäftsführer der Werkstätten die Gestaltungsabstimmung vorgenommen. Das DAW FarbDesignStudio kreierte einen Farb- und Materialentwurf, der zum einen den dortigen hohen Belastungen gerecht werden sollte, vor allem aber den relativ steril wirkenden Bereich der Werkstatt freundlich und einladender gestalten sollte. Und das gelang!

Ohne helfende Hände wäre allerdings keine Farbe an die Wand gekommen. Somit standen als weitere Aufgaben die Terminfindung und das Zusammenstellen eines freiwilligen Helferteams aus Kollegen an. Ein Aufruf über unser Intranet brachte schnell 11 Kollegen, die alle einen Samstag für diese tolle Sache hergeben wollten. Das schöne hierbei: die Helfer arbeiten in verschiedenen Abteilungen und Unternehmensbereichen und waren daher bunt gemischt. Infolgedessen traf man auf Kollegen, mit denen sich die Wege ansonsten nicht unbedingt gekreuzt hätten.

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Nach Sicherheitsbelehrung und Arbeitsanweisung schafften wir es gemeinsam mit Eltern und Mitarbeitern der Werkstätten, den Designentwurf an einem Tag in die Tat umzusetzen.  Der Zusammenhalt, die Stimmung, das Ergebnis – alles war perfekt. Und neben vielen wertvollen Erfahrungen und Lerneffekten in Sachen Projektmanagement und DAW Produkten, habe ich eine tolle Zeit mit super Kollegen verbracht. So schön kann Arbeiten sein!

Text von Johanna, publiziert im Juli 2015

„Gras“ an der Fassade

Als Trainee im Hanf-Projekt

Wenn sich neuerdings schon ein hochrangiger Politiker mit einer Cannabis-Pflanze bei der Ice Bucket Challenge zeigt wird deutlich, dass das langjährig verteufelte Gewächs eine Renaissance erlebt. Die DAW hat den Nutzen der Pflanze schon vor Langem erkannt und führt im Sommer 2015 das erste Hanf-Fassadendämmsystem im deutschen Markt ein.

„Hanf als Dämmstoff – das geht auch?“ mag sich mancher Student fragen. Ja tatsächlich, das geht und außerdem noch vieles mehr! Hanf ist nämlich in seiner (THC-freien) Variante eine der ältesten Kultur- und Nutzpflanzen der Welt. Nicht nur Seile, Medizin und Lebensmittel werden aus der Pflanze hergestellt, sondern auch Formpressteile für den Automobilbau. Nach langer Forschungsarbeit ist es der DAW nun auch gelungen, Hanf als Dämmmaterial in Plattenform zu bringen und wird es ab diesen Sommer als modernes Wärmedämmverbundsystem in Deutschland verkaufen.

In einer anderen Traineestation hatte ich für die DAW bereits den Markt für Naturbaustoffe recherchiert und analysiert. Daher kam ich im Anschluss in das Projektteam, das für die Markteinführung des neuen Hanf-Fassadendämmsystems zuständig ist. Eine spannende und vielseitige Aufgabe, da in kürzester Zeit alle erdenkbaren Planungen für den Marktaufritt aufgestellt und umgesetzt werden mussten: Begonnen bei der Entscheidung über den Vertriebskanal, über die Schulung von Vertriebskollegen und Verarbeitern bis hin zur Aktualisierung aller internen Systeme. Und während diese Aufgaben notwendig sind, um das neue Produkt überhaupt einzuführen, müssen nebenbei auch noch Broschüren, Internetseite, Muster, Merkblätter und Produktpräsentationen erstellt werden, um es dann später auch zu verkaufen.

Bei dem Projekt hatte ich die Chance, von den ersten Planungen bis zur Markteinführung an einer Produktneuentwicklung mitzuarbeiten. Die damit verbundene Komplexität kennenzulernen, war eine lehrreiche Erfahrung. Da das für Marketing zuständige Kernteam sehr klein ist, konnte ich viele Aufgaben übernehmen, Ideen einbringen und eigenständig erarbeiten.

Durch die Vielfalt der Aufgaben und die vielen Abteilungen, die durch das Projekt betroffen sind, war die Arbeit an der Markteinführung eine sehr spannende und herausfordernde Tätigkeit. Auch Widerständen zu begegnen, sich nach Schwierigkeiten neu zu orientieren und immer wieder Lösungen zu finden, waren lehrreiche Erfahrungen. Dabei konnte ich viel Motivation daraus ziehen, Verantwortung zu übernehmen und an einem ganz neuen, zukunftsträchtigen Thema mitzuwirken. Dann stört es auch nicht, wenn man in der Kantine nur noch mit „Da kommt der Hanf-Mann“ begrüßt wird.

Text von Frederik, publiziert im Mai 2015

– Messefieber –

Die BAU 2015 in München

Ist alles mit dem Caterer abgesprochen? Funktioniert die Standtechnik einwandfrei? Sind die Wechselbrücken da, wo sie stehen sollen? Sind auch ausreichend Broschüren und Give‑aways vor Ort? Haben wir an Alles gedacht? – Jetzt kann nur noch reagiert und improvisiert werden.

Aber spulen wir etwa sechs Monate zurück. Während meiner ersten Station als International Management Trainee bei der DAW durfte ich bei einem Projekt mitwirken, das es bisher so noch nicht gegeben hat. Ein gemeinsamer Messeauftritt der drei Marken Caparol, alsecco und Lithodecor mit dem Schwerpunkt Fassade auf der BAU 2015 in München. In relativ kurzer Zeit realisierte ich, wie umfangreich die Planung und Vorbereitung für ein solches Event sein kann. Zur Erklärung: Wir sprechen von der „Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme“ mit 2015 Ausstellern, 16 Hallen und über einer Viertelmillion Besuchern. Diesen Dimensionen sollte man mit einem entsprechenden Messestand gerecht werden. Hier wurde ein visionäres Design unter dem Motto „rough and recycled“ entwickelt, welches speziell bei der Zielgruppe Architekten und Planer hohen Anklang fand.

Zurück zu den Vorbereitungen: Angefangen vom (digitalen) Kommunikationskonzept über die Konfektionsgrößenabfrage und Versand der Messekleidung an die gesamte Standmannschaft bis hin zur Absprache mit Logistikern und der messeseitigen Projektleitung umfasste die Planung ein breites Aufgabenspektrum, bei dem ich den Vorteil hatte, viele Kollegen und Bereiche in kurzer Zeit kennenzulernen. Die DAW-übergreifende Projektkonstellation war eine tolle Herausforderung. Abwechselnde Meetings in Ober-Ramstadt und Gerstungen, erhöhte Anforderungen an den Kommunikationsfluss und unterschiedliche Herangehensweisen waren ein Sprung ins kalte Wasser.

Am 18.01. um 17:00 ist es dann soweit: Die Geschäftsführer stimmen das Messeteam auf unsere gemeinsame Mission und alle damit verbundenen Schwierigkeiten, aber auch Chancen, ein. Im Anschluss richten wir noch ein paar organisatorische Worte an die Kollegen, verteilen alle benötigten Unterlagen und Materialien, und dann beginnt die Standbegehung inkl. Briefing durch die Produktverantwortlichen. Sechs Monate Planung, Vorbereitung, Koordination und Organisation werden nun eine Woche auf die Probe gestellt. Doch noch haben wir es nicht geschafft. Damit die Messe zu einem Erfolg wird, ist die Organisation und Logistik vor Ort ebenso entscheidend: Dauerhafte Versorgung und Nachbestückung mit Broschüren und Give-aways, Verwaltung und Nachbearbeitung der generierten Kontakte, Pressetermine auf dem Stand, Koordination des Caterings, Nachbestellung von Getränken, Ausstellerkarten und Namensschildern, um nur ein paar wenige Dinge zu nennen.

Zurückblickend war mein Einsatz im Marketing bei Caparol eine fanstastische Erfahrung. Man bekommt einen guten Überblick über die Aktionen und Programme, mit denen Caparol Kundenbindung und Kundenneugewinnung verfolgt, die Stärkung der Marke vorantreibt und nicht zuletzt den Außendienst mit Informationen und Werbemitteln versorgt. In meinem Büro in der zweiten Etage konnte ich zudem immer live miterleben – und teilweise auch dabei mitwirken – wenn aus einem „Scribble“ (erster gekritzelter Entwurf einer Idee) ein Key Visual oder auch eine komplette Kampagne entstand. Danke für die tolle Zeit!

Text von Daniel, publiziert im März 2015 in der Abteilung Caparol

Auf nach China:

Seit Anfang April 2014 absolviere ich in meine letzte Trainee-Station in China. Zuvor konnte ich in den Abteilungen KVP, Produktionscontrolling und Produktionsplanung abteilungsübergreifende Erfahrungen sammeln.

Der Produktionsstandort der Tochtergesellschaft DAW (Guangzhou) Ltd. befindet sich im östlichen Großraum der 11 Mio. Metropole Guangzhou in der Provinz Guangdong in Südchina und wurde am 09. April feierlich eröffnet. Neben der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten unter der Marke Caparol (caparol.cn) werden in einer eigenen Forschungsabteilung Produkte entwickelt, welche auf die Bedürfnisse der chinesischen Kunden ausgelegt sind.

Meine erste Stunde in China:

Nachdem der Fahrer mich am Flughafen gefunden hat, ‘freue’ ich mich, als im Radio “Das ist die Party des Jahrtausends” von den Atzen läuft und sogleich in chinesischen Techno übergeht. Dummerweise hielt selbst diese Musik den Fahrer nicht davon ab, sich immer wieder auf die Wange zu schlagen um seinen ständig wiederkehrenden Sekundenschlaf abzuwehren.

Arbeiten in China:

Die Eröffnung eines neuen Standortes beinhaltet auch immer, dass sich Prozesse einspielen müssen. Dabei unterstütze ich die Kollegen hier vor Ort bei Themen rund um die Produktion und helfe bei der Vermittlung von Ansprechpartnern in den etablierten Fachabteilungen. Natürlich ist die Überwindung der Sprachbarriere eine Herausforderung für beide Seiten, da nur wenige Mitarbeiter Englisch sprechen und ich kein Mandarin oder Kantonesisch. Gerade daher ist es sehr wichtig sich Mentalitätsunterschiede bewusst zu machen und im täglichen Umgang zu berücksichtigen. Zusätzlich unterstütze ich die deutsche Fachabteilung bei der Anpassung des Warenwirtschaftssystems an die lokalen Gegebenheiten.

Insgesamt lerne ich hier besser die Geschäftsprozesse im Zusammenhang kennen. Das Unternehmen ist viel überschaubarer, als wenn man in der Zentrale in einer Abteilung arbeitet. Weiterhin ist es spannend zu sehen, wie schnell und pragmatisch Entwicklungen angegangen und Entscheidungen getroffen werden. Andererseits führt dieser Pragmatismus manchmal zu Umwegen.

Text von Patrick, publiziert im März 2015