Standortbesuch Gerstungen

Neben der alltäglichen Arbeit in den verschiedensten Unternehmensbereichen der DAW SE sind auch Standortbesuche ein wichtiger Bestandteil des Traineeprogramms. Denn um die Zusammenhänge für das große Ganze zu verstehen ist es oftmals hilfreich sich selbst vor Ort ein Bild zu machen, sich mit den Kollegen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. So nahm unsere Traineegemeinschaft die Möglichkeit dankend an und besuchte Ende April gemeinsam unseren Fassaden-Spezialisten alsecco in Gerstungen.

Unser Tag begann allerdings nicht in Gerstungen, sondern etwa 5 km entfernt am geschichtlichen Ursprung des Unternehmens in Richelsdorf, wo noch heute die pastösen Produkte hergestellt werden. Das Werk liegt etwas außerhalb des verschlafenen kleinen Örtchens in einem leicht hügeligen Waldstück. Ohne das Vertrauen auf das Navigationssystem würde man es hier wahrscheinlich nicht vermuten. Pünktlich um 09:00 Uhr startete unsere einstündige Werksführung, in der wir einen Einblick in alle wesentlichen Bereiche erhielten. Ich betone das deshalb, weil manche unserer Kollegen zu diesem Zeitpunkt eine Station an anderen Standorten absolvierten. Die Anreise erfolgte also nicht nur aus Ober-Ramstadt, sondern auch aus Enger und Nerchau und beweist: Logistik läuft bei der DAW!

Im Anschluss darauf fuhren wir die kurze Strecke zum Firmensitz in Gerstungen, wo wir von einem ehemaligen Trainee-Kollegen, Jan Wieseler, begrüßt wurden, der inzwischen mit der Leitung des Produktmanagements Fassadendämmtechnik betraut ist. Nach ein paar Informationen zum historischen Ursprung des Standorts im ehemaligen hessisch-thüringischen Grenzgebiet zwischen BRD und DDR, erzählte er uns bei Kaffee und belegten Brötchen mehr zum Produktportfolio und zur Marketingstrategie im Bereich FDT der alsecco.

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Bei einem Rundgang durch das relativ neue Technical Center BES bekamen wir einen Eindruck von den Prüf- und Entwicklungsmöglichkeiten in Gerstungen. In den Bereich wurde in den letzten Jahren massiv investiert, um auch in Zukunft innovative Lösungen für Fassadensysteme anbieten zu können. Besonders imposant war dabei sicherlich die Prüfhalle mit Krananlage, die es ermöglicht ganze Wandelemente mit verschiedenen Aufbauten unter extremen klimatischen Bedingungen für die unterschiedlichsten geographischen Lagen zu testen.

Das Mittagessen nahmen wir gemeinsam in der kleinen aber feinen werkseigenen Kantine ein. Währenddessen erzählte uns Jan Wieseler von seinem Werdegang nach dem Trainee-Programm und wir tauschten unsere Erfahrungen aus. Dabei stellte sich heraus, dass alsecco in Gerstungen nur ganz selten als Traineestation eingeplant wird. Ob das anschließend spendierte Eis ein Bestechungsversuch sein sollte bleibt offen, wir nahmen es aber gerne an…

Frisch gestärkt begann dann die Führung durch das Werk. Neben Ausgangslager und Abfüllung bekamen wir vor allem die verschiedenen Ebenen der Turmproduktion zu sehen. Ein Highlight für alle ohne Höhenangst war an dieser Stelle der Ausblick vom Dach des Turmgebäudes. Von hier aus hat man eine wunderbare Sicht über die Region und sogar der frühere innerdeutsche Grenzverlauf lässt sich dank dem ehemaligen Wachturm noch erahnen.

Ein uns allen bisher eher unbekannter Geschäftsbereich der DAW SE waren die Fassadenlösungen für spezielle Bausituationen von LITHODECOR mit der Produktion in Netzschkau. Der spannende Vortrag zeigte die zahlreichen Möglichkeiten von vorgehängten, hinterlüfteten Fassaden aus diversen Materialien auf. Zu den Referenzen zählen etliche Leuchtturmprojekte in verschiedenen Städten. Regional am bekanntesten ist vermutlich das Objekt „Flare of Frankfurt“, das eindrucksvoll das Angebot von LITHODECOR unter Beweis stellt. Wer nicht die Gelegenheit hat sich das Gebäude vor Ort anzusehen, dem sei dieses Video über die Entstehung empfohlen.

Abschließend stellte uns der Leiter Logistik noch die unterschiedlichen Logistikkonzepte des Standortes vor. Denn die Lage Gerstungens ist nicht nur geschichtsträchtig, sie ist auch aus logistischer Sicht äußerst günstig. Es liegt nämlich unweit vom geographischen Mittelpunkt Deutschlands und ermöglicht es somit, nahezu jeden Punkt im Inland mit einer Tagesfahrt zu erreichen.

Wir möchten uns ausdrücklich bei allen Kollegen bedanken, die uns an diesem Tag ihre Zeit geschenkt haben und den Besuch durch ihr Engagement zu einem sehr abwechslungsreichen und kurzweiligen Erlebnis gemacht haben. Ein großes Lob außerdem für die kulinarische Versorgung, wir haben uns jederzeit bestens aufgehoben gefühlt.

– Beitrag von Bernhard

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