Auf nach China:

Seit Anfang April 2014 absolviere ich in meine letzte Trainee-Station in China. Zuvor konnte ich in den Abteilungen KVP, Produktionscontrolling und Produktionsplanung abteilungsübergreifende Erfahrungen sammeln.

Der Produktionsstandort der Tochtergesellschaft DAW (Guangzhou) Ltd. befindet sich im östlichen Großraum der 11 Mio. Metropole Guangzhou in der Provinz Guangdong in Südchina und wurde am 09. April feierlich eröffnet. Neben der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten unter der Marke Caparol (caparol.cn) werden in einer eigenen Forschungsabteilung Produkte entwickelt, welche auf die Bedürfnisse der chinesischen Kunden ausgelegt sind.

Meine erste Stunde in China:

Nachdem der Fahrer mich am Flughafen gefunden hat, ‘freue’ ich mich, als im Radio “Das ist die Party des Jahrtausends” von den Atzen läuft und sogleich in chinesischen Techno übergeht. Dummerweise hielt selbst diese Musik den Fahrer nicht davon ab, sich immer wieder auf die Wange zu schlagen um seinen ständig wiederkehrenden Sekundenschlaf abzuwehren.

Arbeiten in China:

Die Eröffnung eines neuen Standortes beinhaltet auch immer, dass sich Prozesse einspielen müssen. Dabei unterstütze ich die Kollegen hier vor Ort bei Themen rund um die Produktion und helfe bei der Vermittlung von Ansprechpartnern in den etablierten Fachabteilungen. Natürlich ist die Überwindung der Sprachbarriere eine Herausforderung für beide Seiten, da nur wenige Mitarbeiter Englisch sprechen und ich kein Mandarin oder Kantonesisch. Gerade daher ist es sehr wichtig sich Mentalitätsunterschiede bewusst zu machen und im täglichen Umgang zu berücksichtigen. Zusätzlich unterstütze ich die deutsche Fachabteilung bei der Anpassung des Warenwirtschaftssystems an die lokalen Gegebenheiten.

Insgesamt lerne ich hier besser die Geschäftsprozesse im Zusammenhang kennen. Das Unternehmen ist viel überschaubarer, als wenn man in der Zentrale in einer Abteilung arbeitet. Weiterhin ist es spannend zu sehen, wie schnell und pragmatisch Entwicklungen angegangen und Entscheidungen getroffen werden. Andererseits führt dieser Pragmatismus manchmal zu Umwegen.

Text von Patrick, publiziert im März 2015

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